Im nachfolgenden Artikel nehme ich mein Recht auf freie
Meinungsäußerung gem. Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG)
sowie das Zitatrecht gem. § 51 Urheberrechtsgesetz (UhRG) wahr.
Was ist eine Meinung? Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema.
Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken
anregen und das soll sie auch!
Vorwort
Wie oft hörte ich schon das völlig falsche Argument, "Was geht Dich
der DARC e.V. noch an, Du bist ja gar
kein Mitglied mehr!".
Der DARC e.V. geht alle Funkamateure etwas an, egal ob Mitglied oder
nicht!
Warum sollte das so sein?
Rückblick
Der DARC e.V. wurde 1950 als Zusammenschluss deutscher Funkamateure
gegründet, um den Amateurfunk in der jungen Bundesrepublik wieder zu
organisieren und ihm eine Interessenvertretung zu geben.
Seine Wurzeln reichen jedoch weiter zurück, bis in die 1920er-Jahre
und die damaligen Vorläufer des organisierten Amateurfunks.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der DARC e.V. in einer Zeit des
Neuaufbaus und wuchs rasch zu einer bundesweiten Struktur mit
Ortsverbänden und Distrikten heran. Seitdem setzt sich der DARC e.V. für
die technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Belange des
Amateurfunks ein. Heute ist er der größte Verband seiner Art in
Deutschland.
Gegenwart
Der DARC e.V. und der Amateurfunk allgemein steht seit Jahren
aber massiv
unter Druck, weil die Mitgliederzahlen beim DARC e.V. seit seiner
Hochphase 1980 deutlich zurückgegangen sind.
Was hat sich daraus bis heute entwickelt und wie hat der DARC e.V.
als Bundesverband darauf reagiert?
Picture KI generated - Solange die Mitgliedsbeiträge fließen, wird das tote Pferd geritten!
Ist der DARC e.V. vielleicht schon in der Todeszone?
Aber was ist das überhaupt, die Todeszone?
Der Begriff kommt aus der Bergsteigerei und bezeichnet den
Höhenbereich in dem eine vollständige Regeneration nicht mehr
möglich ist - weil der Körper nicht mehr genug Sauerstoff aufnehmen
kann.
Übertragen auf unseren Verein bedeutet Todeszone, dass er
schrumpft, weil wir nicht mehr genug neue Mitglieder gewinnen.
Und dass wenn wir diesen Prozess nicht umkehren, es langfristig das
Aus für den Verein bedeutet.
Um die Mechanismen, die einen Verein
in die Todeszone führen können, und vor allem, wie man da wieder
herauskommt, darum geht es im Buch Verein in der Todeszone. Viele
Spaß bei der Lektüre!
[Zitat Ende]
Die Todeszone
Mit „Todeszone“ ist also gemeint, dass ein Verein in einer schon
länger anhaltenden Strukturkrise steckt, die mittelfristig in einem
Sterbeprozess mündet und die er aus eigener Kraft nicht mehr
umkehren kann. Wenn ich mir die vorhandene Situation
im näheren
Amateurfunkumfeld so ansehe, dann könnte man fast meinen, dass
dieser Punkt beim DARC e.V. schon lange erreicht ist und er sich
schon im Sterbeprozess befindet.
So gut wie keine
direkte Beteiligung der Mitglieder, aber trotzdem immer noch die
Aussage (DARC
e.V. Broschüre, Seite 1, erster und dritter Absatz), dass beim DARC e.V. demokratische Strukturen
vorhanden wären und es eine echte Mitarbeit im DARC e.V. Clubleben
gäbe. Auf dem Papier mag das vielleicht so sein, die
interne Realität sieht aber ganz anders aus, so wie ich das selbst
mehrfach erleben musste.
Wirklichen Einfluss auf den DARC e.V. als Verein haben meiner
Meinung nach lediglich der Amateurrat ( ... der Begriff
Mitgliederversammlung ist eine Farce ...) sowie
der Vereinsvorstand, die einzelnen Mitglieder eher nicht!
Sie sollten es aber!
Wer nur die Spitze fördert, verliert die Basis!
Ich würde mir über solch eine Entwicklung auch eher weniger Gedanken
machen, wenn ich als Nichtmitglied von den Aktionen des DARC e.V.
nicht indirekt betroffen wäre,
ich bin es aber, weil sich der Einfluss des DARC e.V. als
Bundesverband eben auf den gesamten Amateurfunk auswirkt und somit
auch auf die Nichtmitglieder. Der Versuch, als
einfaches Mitglied von innen heraus beim DARC e.V. notwendige Veränderungen
herbeizuführen,
hat ja nun nachweislich die letzten Jahrzehnte nicht funktioniert, sonst hätte es
ja diese vereinsinterne Fehlentwicklung bis zum heutigen Zeitpunkt
nicht gegeben.
Hat der Amateurrat des DARC e.V.
mit seinen eigenen Entscheidungen den DARC e.V. etwa soweit
beeinflusst, dass notwendige
Veränderungen von innen heraus
gar nicht mehr möglich sind nur um seinen eigenen Status zu sichern?
Ich meine ja, wenn man sich die vom "DARC
e.V. Zentralkomitee" über viele Jahre hinweg
angepasste Satzung, die vielen
Einschränkungen der
Mitglieder, die vielen Verordnungen und die vielen Befugnisse
und Rechte einzelner Funktionen mal ganz genau ansieht wird schnell
klar, wer beim DARC e.V. die Fäden zieht und wessen Interessen denn
wirklich berücksichtigt wurden.
Die der zahlenden Mitglieder sind es jedenfalls nicht!
Zukunft
Um auf die Frage ganz am Anfang zurückzukommen, wie hat sich der
Bundesverband bis heute entwickelt?
Meiner Meinung nach haben wir Funkamateure heute keine
Interessenvertretung, da nicht die Interessen der Funkamateure
vertreten werden, sondern vermutlich nur die Interessen einiger
weniger Akteure im Amateurrat, der sich über die Jahre hinweg
selbstgefällig in diese unantastbare Position gebracht hat und
deshalb für diese
katastrophale Entwicklung auch die alleinige
Verantwortung
trägt und zwar für den gesamten Amateurfunk!
Die Interessen der Mitglieder oder gar der Nichtmitglieder sind dort
vermutlich noch nicht einmal bekannt. Entstanden ist diese Situation
über die Jahrzente hinweg, weil man die Mitglieder immer weniger
direkt beteiligt und zu erforderlichen Prozessen weder
gehört noch in die Pflicht genommen hat.
Das Ergebnis sehen wir heute, einen
DARC e.V., der sich selbst in die Todeszone geführt und in dieser
Form keine Zukunft hat!