Im nachfolgenden Artikel nehme ich mein Recht auf freie
Meinungsäußerung gem. Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG)
sowie das Zitatrecht gem. § 51 Urheberrechtsgesetz (UhRG) wahr.
Was ist eine Meinung? Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema.
Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken
anregen und das soll sie auch!
Interview mit Jürgen (DL6WAB) durchgeführt von Harald (DO1HWM)
Jürgen Wiegand, Jahrgang 1961, ist techn. Fachwirt in WI, seit 2014 Funkamateur der Klasse E und seit 2017
der Klasse A. Seine Schwerpunkte im Amateurfunk liegen bei den
digitalen Betriebsarten. Er war DARC e.V. Mitglied von 2014 bis 2024
in 4 verschiedenen Ortsverbänden in Nordhessen, in dieser Zeit für
ca. 6 Monate stellv. OVV sowie für ca. 1 Jahr Mitglied im Stab
Datenschutz des DARC e.V.
Seit 2025 ist er kein DARC e.V.
Mitglied mehr.
Der Text des Interviews ist zusätzlich noch mit ergänzenden Links
versehen.
Auslöser für dieses Interview waren die beiden Videos von Michael
(DL2YMR) und insbesondere den dort zu findenden vielen Kommentaren der
Benutzer.
Michael hat dadurch endlich eine Diskussion über den omnipräsenten
DARC e.V., seine überholte Vereinspolitik und seine Ortsverbände
ausgelöst, die schon lange überfällig war.
Aus einem gemeinsamen Gespräch heraus (DO1HWM, DL6WAB) entstand dieses
Interview.
Video 1
Video 2
Jürgen, du bist nicht mehr im DARC e.V. Mitglied, warum interessiert Dich die
Vereinspolitik des DARC e.V. trotzdem noch?
Zunächst einmal haben mich die Menge und vor allem die kritischen
Inhalte der Kommentare wirklich sehr überrascht. Das hätte ich so
nicht erwartet und das ist schon mehr als erstaunlich. Meiner Meinung
nach ist das vermutlich nur die Spitze vom Eisberg und meine
Einschätzungen aus der
Vergangenheit scheinen sich überwiegend zu
bewahrheiten.
Ganz offensichtlich gibt es zum Thema DARC e.V. erheblichen
Diskussionsbedarf der Funkfreunde, den der DARC e.V. schon seit Jahren intern mehr
oder weniger unterdrückt wo es nur geht. Bloß keine Kritik am
Verein, dann bist Du der Verräter, der Nestbeschmutzer und was weiß ich
noch!
Jetzt hat sich aber mal jemand gefunden, der dem Thema DARC e.V. die
gebotene Aufmerksamkeit von außen schenkt, danke dafür Michael (DL2YMR).
Endlich melden sich auch mal die Nichtmitglieder und erheben ihre
Stimme!
So, das Thema interessiert mich deshalb natürlich nach wie vor, weil wir Funkamateure von der DARC e.V.
Vereinspolitik indirekt alle betroffen sind, egal ob
DARC e.V. Mitglied
oder nicht. Der DARC e.V. hat eine Monopolstellung und kann unser
Hobby mehr oder weniger nach Belieben beeinflussen. Das betrifft
alle Funkamateure, nicht nur die DARC e.V. Mitglieder!
Zudem habe ich persönlich den
Eindruck, dass Initiativen von außen beim DARC e.V. evtl. mehr bewirken
können, als sie es jemals von innen heraus noch könnten!
Verstehe, brauchen wir den DARC e.V. als Interessenvertretung nicht mehr?
Zumindest nicht in seiner jetzigen Form, eine Interessenvertretung
ist insgesamt aber sehr wichtig.
Der DARC e.V. hat sich
meiner Meinung nach aber zu einem kommerziellen Dienstleister entwickelt
und seine eigentlichen Aufgaben als Interessenvertretung aller
Funkamateure und
insbesondere als Verein völlig vernachlässigt.
Dazu kommt, dass dieses
unflexible Gebilde aus 1950 mit den ihm untergeordneten Ortsverbänden, im 21. Jahrhundert völlig
überholt ist. Das sieht man doch nun wirklich an der aktuellen
Entwicklung, Michael (DL2YMR) hat durch seine Videos und
den mittlerweile über 1200 Kommentaren das doch sehr deutlich aufgedeckt.
Der DARC e.V. trägt vermutlich mehr zu Problemen im Amateurfunk bei
als er löst.
Werden die Kommentare zu den Videos von Michael (DL2YMR) Veränderungen im
Amateurfunk bewirken?
Ja, aber nicht so, wie viele Funkamateure sich das vielleicht denken
oder wünschen. Die Kommentare beider Videos zeigen doch
eindrucksvoll auf, wo die eigentlichen Probleme im gesamten
Amateurfunk liegen.
Das ist zum einen die
omnipräsente und unflexible DARC e.V. Regierung (Distrikte,
Amateurrat, Vorstand) mit Sitz in Baunatal und zum anderen die
überwiegend konservativ geführten und unselbstständigen Ortsverbände
(OVe) des DARC e.V., die ja
die eigentliche Vereinsarbeit vor Ort realisieren sollen. Dazwischen
agiert der Distriktsvorsitzende (DV) und sein Vorstand als eine Art
"Vermittler" und orchestriert das Geschehen in den Ortsverbänden.
So als eine Art "König"?
Ja genau, der "Distrikts König"! (lacht)
Sowohl beim DARC e.V. als Verein
selbst und insbesondere in den untergliederten Ortsverbänden (OVe)
agiert eine sehr
unflexible und hierarchische Organisation und die ist deshalb ganz offensichtlich nicht in der Lage
oder willens, sich zeitnah an die neue Situation anzupassen.
Vermutlich will man das auch gar nicht.
Das daraus resultierende Ergebnis sehen wir doch alle, oder?
Sind beim DARC e.V. denn keine Änderungen möglich?
Ich glaube nicht, dazu ist das System schon viel zu weit in der
"Todeszone" und kann sich aus eigener Kraft vermutlich nicht mehr
selbst reformieren. Die Hürden für echte Reformen liegen so hoch, ich
vermute mal, da will beim DARC e.V. auch niemand dran rütteln. Es wird
zwar immer wieder viel von den neu gewählten Vorständen versprochen,
passieren tut dann aber meistens nichts.
Was verstehst Du denn unter Todeszone? (lacht)
Todeszone
bedeutet eigentlich nur, dass ein Verein aus eigener Kraft das Ruder
in Sachen notwendiger Reformen nicht mehr rumreißen kann!
Verlinke ich später im Text auf einen erklärenden Artikel.
Ok und in den Ortsverbänden?
Die OVe,
als
unselbstständige Untergliederung des DARC e.V., hätten ja die
Möglichkeit aktiv in die Vereinspolitik einzugreifen, die meisten machen es aber nicht,
weil es einfach unbequem und vermutlich auch gar nicht gewollt ist
und deshalb bleiben sie passiv.
Da greift dann vermutlich auch der Gruppenzwang.
Und die OV Vorstände?
Oft wird im OV ein Mitglied so lange durch den Distrikt (DV) bekniet, bis es sich
als OVV wählen lässt, selbst mehrfach erlebt. Er oder sie macht dann seinen Job nach den
vielen Regeln des DARC e.V. mehr oder weniger gut und
das merkt man dann auch direkt, dass er dazu eigentlich wenig Lust
hat, er will ja seinem Hobby dem Amateurfunk nachgehen und nicht der
unsinnigen Vereinsmeierei frönen. Es gibt aber auch viele Ausnahmen,
die gehen in der Vereinsmeierei und Bürokratie so richtig auf.
Und so
finden sich immer weniger jüngere Mitglieder um diese Tradition
in einer Vorstandsfunktion als Funktionsträger im OV fortzuführen und weil das so ist,
springen natürlich sofort die Älteren ein mit dem Argument, man kann
doch jetzt nicht aufgeben, den OV gibt es doch schon so lange,
das
können wir doch nicht zulassen.
Und dann nimmt das
Unheil seinen Lauf …
Wie meinst Du das?
Naja, dann kommt genau das, was Michael mit seinen Videos in den
insgesamt über 1200
Kommentaren herausgefunden hat. Die Älteren kommen auf den Plan,
Tradition und Vergangenheit werden wieder wichtiger als Entwicklung
und Fortschritt im OV, so wie es doch eigentlich sein sollte!
Und dann kommen sie halt, die Sprüche,
Klasse N und E sind keine richtigen Funkamateure, FT8 ist kein
richtiger Amateurfunk, lern erstmal CW, Röhren sind toll, früher war
alles besser, Kranken-, Vereins- und Rentnerfunk, Prüfung bei der
Oberpostdirektion und all die Argumente, die den doch so dringend
benötigten Nachwuchs eher abschrecken als ihn in irgendeiner Form zu
begeistern und genau das passiert dann auch.
Und nun rate mal, wer diese Sprüche loslässt? Die Auswertung der
Kommentare in den Videos von Michael beantwortet diese Frage doch
eindeutig! Schau Dir doch nur mal die Menge der Kommentare an und
wie viele Menschen die beiden Videos mittlerweile gesehen haben!
1200 Kommentare sind doch keine
Einzelmeinung einiger weniger Kritiker mehr!
Davon gibt es aber doch bestimmt auch Ausnahmen, oder?
Klar gibt es die, es gibt ganz sicher OVe, in denen es besser läuft.
Ich persönlich habe aber noch keinen kennengelernt.
Je mehr Einfluss durch den Distrikt (DV) im Ortsverband genommen
wird, um so schlimmer wird es, so meine persönliche Beobachtung
in den Jahren meiner Mitgliedschaft! Der Distrikt und sein Vorstand
sind der eigentliche Verein und wenn sich dann im OV noch "willige
Funktionsträger" in Form des OV Vorstands finden, dann war es das
mit dem Spaß am Hobby, im Verein und im OV!
Kann ich nachvollziehen ...
Die Funkamateure im OV könnten das auch alles sehr gut
allein umsetzen, es gibt aber nun mal den übergeordneten DARC e.V.
Distrikt und Verein, der die
Fäden zieht und die Vorgaben macht. Schließlich kommt von dort ja auch
das Geld für den OV in Form von "Mitgliedsbeitragsrückführungen".
Ich kenne einige OVe, die ihre eigentliche "Vereinsarbeit",
sprich das eigentliche Hobby, in andere
Strukturen "ausgelagert" haben, nur um dieser unsäglichen Vereinsmeierei zu entgehen.
Wie sehen die aus?
Kleine und
unabhängige Interessengemeinschaften z.B. oder
kleine und flexible Lokalgruppen
z.B., die
sind da deutlich besser dran und können völlig unabhängig und flexibel
ihrem Hobby dem Amateurfunk nachgehen, sowie deren Mitglieder es wollen und sie müssen sich auch
nicht nach einem
Distrikt oder dem
Zentralkomitee wie in Baunatal richten!
All das kann man ja aus den vielen Kommentaren unter den Videos auch
ziemlich deutlich erkennen, wenn man zwischen den Zeilen liest.
Zentralkomitee in Baunatal?
Na, die DARC e.V. Mitgliederversammlung die eigentlich keine ist,
sondern eine Delegiertenversammlung, auch
Amateurrat genannt.
Ach so! Kann der DARC e.V. daran nichts ändern?
Ich glaube nicht, dass er das ändern kann bzw. dass er das überhaupt
will. Der DARC e.V. ist froh, wenn er irgendwie die jetzt noch
vorhandenen OVe am Leben halten und die Vorstandsfunktionen dort besetzen
kann. Er kann es sich nicht leisten, dass es noch weniger OVe werden.
Aber, genau das wird passieren!
Und dann?
Exodus für den DARC e.V. so wie er jetzt dasteht!
Schließlich gab es ja schon einen gewissen "Kahlschlag", von den
einst mehr als 1100 Ortsverbänden sind ja bundesweit nur noch
893 OVe übrig (Quelle: Funk Telegramm 08/2026, Seite 3). Dieser
Trend ist auch hier in Hessen zu sehen, da hat der DV Hessen (DL3AH)
im Internet doch selbst eine
schöne Statistik über seine eigene Arbeit
veröffentlicht, wie viele OVe hier
schon die Segel streichen mussten und es werden sicher nicht die
letzten in Hessen gewesen sein.
Wirklich neu gegründete OVe gab es glaub ich keine!
Wie kann man diesen Trend stoppen?
Ich glaube, diesen Trend kann man gar nicht mehr stoppen. Meiner
Meinung nach hat dieses Modell DARC e.V. in seiner jetzigen Form ausgedient.
Die Zeit dieser Form der Vereinsmeierei aus 1950 ist einfach rum!
Du meinst organisatorisch/gesellschaftlich überholt?
Ja, dass zeigen doch
die aktuellen Zahlen und die Entwicklung, die der Amateurfunk
insgesamt nimmt.
Der DARC e.V. und die OVe sind nicht in der Lage, sich flexibel daran
anzupassen und so passiert das, was passieren muss, es entwickeln
sich Parallelstrukturen in Form von Interessengemeinschaften und
kleineren Lokalvereinen die doch gut funktionieren und das ist auch gut so!
Der DARC e.V. hat in seiner jetzigen Form den Funkamateuren nichts
mehr zu bieten, was sie wirklich bräuchten.
Konkurrenz belebt das Geschäft.
Das stimmt wohl. Was wird beim DARC e.V. nun passieren?
Der DARC e.V. wird weiterhin viele Mitglieder verlieren,
zunächst durch die demografische Entwicklung, die letzte
Beitragserhöhung zum 01.01.2027 und er wird durch seine
verfehlte Vereinspolitik nicht mehr genug neue Mitglieder
gewinnen können.
Die Mitgliedsbeiträge werden dadurch kontinuierlich steigen und die
Dienstleistungen werden reduziert um Kosten zu reduzieren und
irgendwann wird der DARC e.V. eine kritische Minimalgröße erreichen und was
dann passiert, das kann ich nicht vorhersehen.
Vielleicht "erheben"
sich auch mal die Mitglieder und werden laut, aber so richtig kann
ich mir das auch nicht vorstellen, dazu sind sie zu passiv und haben
sich jahrelang immer schön einwickeln lassen. Zudem wäre es ja auch nicht das erste Mal, dass der DARC e.V. kurz
vor dem Aus steht.
Schauen wir mal, was noch passiert.
Glaubst Du, der DARC e.V. wird auf die Kommentare in den Videos
von Michael (DL2YMR) reagieren?
Keine Ahnung, glaube aber eher nicht! Dann müsste man sich ja
mal ernsthaft mit der wirklichen Ursache beschäftigen, also mit sich
selbst!
Der DARC e.V. interessiert sich schon seit Jahren nicht mehr
für die Meinung seiner
Mitglieder, warum sollte er sich dann für die Meinung der
Nichtmitglieder interessieren?
Die oft beworbene Alibiveranstaltung
"Mitgliedertreff
- Im Dialog mit dem Vorstand"
empfand ich als Teilnehmer in
der Vergangenheit schon immer
als
eine Farce, die vermutlich mehrheitlich aus linientreuen
DARC e.V. Funktionsträgern bestand und überwiegend bereits intern abgestimmte Fragen behandelt
wurden. Die
Teilnehmerzahlen dort sind im Zeitraum meiner Teilnahme von 120
auf 54 Teilnehmer gesunken.
Das sagt doch eigentlich schon alles, oder?
Ist aber nur mein persönlicher Eindruck.
Werden die DARC e.V. Mitglieder reagieren?
Vielleicht vereinzelt.
Als Einzelmitglied hast Du innerhalb des Vereins zwar "formale Rechte", die
stehen aber nur auf dem Papier. Eine echte und direkte Beteiligung
der Mitglieder an der Vereinspolitik gibt es nicht, dass entscheiden
die Delegierten (OVVe) nach Gutdünken in den Distriktsversammlungen, der
Amateurrat (Delegiertenversammlung, Delegierte DVe aus den
Distrikten) und der Vorstand.
Der DARC e.V. ist zwar formal repräsentativ organisiert, also mit gewählten
Delegierten, in der Praxis agiert er aber mehr
hierrarchisch!
Was bedeutet das für das einzelne DARC e.V. Mitglied?
Das bedeutet, dass das einzelne Mitglied in der Vereinspolitik zwar
"formal" mitwirken darf (Wahlen, Anträge), faktisch aber so gut wie
keinen Einfluss auf das Geschehen im Verein hat. Der Einfluss
beschränkt sich auf die Mitwirkung im OV und da auch nur so weit,
wir der "OV Patriarch (OVP)", sein Stellvertreter (stellv. OVP) und
der "Distrikts König (DK)" das
möchten. (lacht)
Deshalb ist diese ständig zu hörende DARC e.V. Predigt, "Du musst in
den Verein eintreten und im OV mitarbeiten, damit sich im Verein
etwas verändert!" in meinen Augen schon lange nur noch
marketingtechnische Augenwischerei mit dem Ziel, wir brauchen neue
und zahlende Mitglieder und suggerieren den potentiellen
Mitgliedern, echte und direkte Mitwirkungsmöglichkeiten im Verein.
Wozu soll ich mir als Funkamateur so einen "Klotz" ans Bein binden um Amateurfunk
zu machen?
Weil es angeblich
alle machen?
Nein danke! (winkt ab)
Ok, verstanden, wie wird es bei Dir in Sachen Amateurfunk weitergehen?
Das ist relativ einfach, Vereinsmeierei wird es definitiv keine
geben,
unsere kleine lokale Gruppe (WARC - IG)
findet von ganz allein immer
mehr Zuspruch, ich bin in allen möglichen Betriebsarten auf den
Bändern unterwegs und erfreue mich an den vielen Möglichkeiten, die
der Amateurfunk mir so bietet.
Manchmal treffen wir uns, manchmal machen wir was zusammen und wenn
wir keine Lust haben, lassen wir es einfach.
Das Jahr 2025 ohne DARC e.V. hat genauso gut funktioniert wie mit
DARC e.V., ich hab eigentlich nur positive Veränderungen bei der
Ausübung des Hobbys feststellen
können, z.B. die 105.- € DARC e.V. Mitgliedsbeitrag hab ich eingespart und für etwas
sinnvolleres verwendet. (lacht)
Wirst Du mit deiner kritischen Berichterstattung über den DARC
e.V. weitermachen?
Auf jeden Fall. Ich glaube, dass zeigt insgesamt mehr Wirkung als
alle anderen Vorgehensweisen oder gar die Mitarbeit im DARC e.V. OV.
Schließlich hat sich ja jetzt Michael (DL2YMR) ganz öffentlich mit diesem Thema
beschäftigt und vor allem, ganz viele Funkfreunde (> 1200) haben
darauf reagiert und kommentiert!
Ich hoffe, ich konnte mit meiner kritischen Berichterstattung auch einen kleinen Beitrag dazu beitragen,
dass es überhaupt zu dieser öffentlichen und schon lange
überfälligen Diskussion kam! Dafür muss man dem Michael (DL2YMR)
echt dankbar sein, dass er diese Diskussion
angestoßen hat!
Ich glaube aber auch, mit diesem schlechten Ergebnis für den DARC
e.V. hat er selbst nicht gerechnet!
Steht die Kritik am DARC e.V. eigentlich nicht nur den
Mitgliedern zu?
Ich sagte schon am Anfang, von der DARC e.V. Vereinspolitik sind
alle Funkamateure betroffen, nicht nur die Mitglieder.
Ist der DARC e.V. für dich nochmal Thema?
Nicht in seiner jetzigen Form, also organisatorisch und personell und ohne die echte Beteiligung der
Mitglieder an grundsätzlichen Fragen auf gar keinen Fall!
Ich bin froh, da nicht mehr dabei zu sein und diesen "Vereinszirkus" mitmachen
zu müssen!
Zu müssen?
Naja, es wird schon ein gewisser Druck durch den DARC e.V. und seine
Mitglieder auf die Amateurfunkcommunity ausgeübt, insbesondere auf den Bändern und auch
insbesondere gegenüber den neuen Funkamateuren.
Da wurde ich schon mal zu gefragt, ob man zur Ausübung des
Amateurfunks verpflichtend DARC e.V. Mitglied sein muss?
So weit sind wir da schon ...
Das ist kein gutes
Zeichen für einen Verein, so eine Mitgliedschaft sollte aus freien
Stücken und aus Überzeugung eingegangen werden und nicht aufgrund
von "Gruppenzwang und
ständiger Gängelei" durch die Mitglieder, bei jeder sich
bietenden Gelegenheit.
Das wird irgendwann nervig und aufdringlich!
Verständlich ...
Nachdem ich 2024 ausgetreten war, hatte ich die darauffolgende
Ablehnung der "DARC e.V. Mitglieder" auch deutlich gespürt. Merkt
man heute noch, dass die "Vereinsfunker" mit einem Austritt
aus dem DARC e.V. nicht
umgehen können bzw. wollen.
Einmal DARC e.V., immer DARC e.V. gilt für mich halt nicht!
Siehst Du ein Licht am Ende des DARC e.V. Tunnels?
Nein, da ist es stockdunkel und wenn, dann ist es der
entgegenkommende Zug der vermutlich
überwiegenden Nichtmitglieder! (lacht)
DARC e.V. Zentralkomitee = DARC e.V. Delegiertenversammlung
auch Mitgliederversammlung oder Amateurrat genannt
Vereinsfunker = DARC e.V. Mitglied, dass sich die Ziele des
DARC e.V. bei der Ausübung der Mitgliedschaft und beim
Funkbetrieb zu eigen macht
(siehe Satzung)
Vereinsmeierei = Heiß geliebte Freizeitbeschäftigung von vielen DARC
e.V. Funktionsträgern, steht manchmal über dem Hobby