Wie ich mir einen modernen Amateurfunk vorstelle ...

Im nachfolgenden Artikel nehme ich mein Recht auf freie Meinungsäußerung gem. Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) sowie das Zitatrecht gem. § 51 Urheberrechtsgesetz (UhRG) wahr.

Was ist eine Meinung? Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen und das soll sie auch!


Seit geraumer Zeit berichte ich kritisch über den Amateurfunk und insbesondere über den DARC e.V., der sich gern als Dachverband des Amateurfunks darstellt.

In den vielen Jahren seiner Existenz hat sich dort aber nicht alles in die richtige Richtung entwickelt. Heute sehen wir einen Verein, nein mehr ein Wirtschaftsunternehmen, das die direkte Mitwirkung seiner Mitglieder immer weiter eingeschränkt hat und Vorstand sowie Amateurrat (AR) mehr oder weniger allein regieren.

Ja es gibt theoretisch und in der Satzung verankerte Möglichkeiten für die Mitglieder mitzuwirken, sie können über ihren Ortsverband (OV) und den Distrikt (D) Anträge einbringen und durch Wahlen im OV Vertreter für den Distrikt wählen, mehr nicht. Diese mehrstufigen Strukturen stellen aber zunächst sehr hohe Hürden für die Mitglieder dar und sind zudem mehr oder weniger indirekt, schwerfällig und insgesamt reformbedürftig, auch wenn der DARC e.V. sich gern als repsäsentativ organisiert und demokratisch strukturiert sieht, genau das ist er aus meiner Sicht nicht!

Dem DARC e.V. gelingt es heute deshalb kaum noch, überzeugte Mitglieder zu gewinnen. Nicht nur deshalb hält er sich mit Mitgliederstatistiken sehr bedeckt.

Nun hat es der DARC e.V. nicht so mit Reformen, selbst "Reförmchen" sind nicht so seine Sache, man klammert sich lieber an das Bewährte und verschläft schon lange überfällige und notwendige Veränderungen in einer sich sehr schnell ändernden Zeit.

Ich glaube, deshalb ist es an der Zeit für echte Reformen im Amateurfunk. Der Zenit dieser seit 1950 beim DARC e.V. bestehenden Strukturen ist schon lange überschritten und damit auch eine mögliche Weiterentwicklung des Amateurfunkdienstes insgesamt, zum Leidwesen aller Funkamateure.

Der DARC e.V. hält sich zwar noch am Ruder, seine Tage sind in seiner jetzigen Form aber gezählt.

Will man die nächste Stufe der Entwicklung erreichen und das muss der Amateurfunk, dann ist zunächst "der Abstieg in´s Tal der Tränen" erforderlich, eine Abkürzung durch die Luft gibt es nicht. Leider kann ich mir unter den momentanen Bedingungen nicht im Ansatz vorstellen, dass der DARC e.V. dazu in der Lage oder gar willens wäre und deshalb gibt es aus meiner Sicht, auch keine echte Weiterentwicklung im Amateurfunk mehr.

Man tritt auf der Stelle!

Weitermachen wie bisher scheint die Parole zu sein! Welche Folgen das hat, sahen und sehen wir in der Politik. Vereinspolitik unterscheidet sich davon so gut wie kaum.


Picture KI generated - Die nächste Stufe der Entwicklung führt immer durch das Tal der Tränen!

Ein moderner Amateurfunkdienst oder eine moderne Interessenvertretung;

  • darf nicht nur als "der DARC e.V." wahrgenommen werden.
  • darf nicht nur von wenigen Funktionsträgern (Vorstand, AR) des DARC e.V. dominiert werden.
  • muss die Interessen aller Funkamateure direkt berücksichtigen.
  • gehört wieder unter die Kontrolle der Gemeinschaft der Funkamateure.
  • ist unpolitisch, selbstkritisch und überparteilich.
  • gibt allen Funkamateuren echte Beteiligungsmöglichkeiten.
  • ist dynamisch und in der Lage sich zu verändern.
  • ist in der Gesellschaft bekannt und akzeptiert.
  • kann sich von seinem angestaubten Image lösen.
  • wird wieder attraktiv für junge Menschen.
  • ist innovativ und nicht konservativ.
  • ist wieder für sachliche Diskussionen zugänglich.
  • ist Teil aller Gesellschaftsschichten und Geschlechter.
  • wird nicht als alt und überholt wahrgenommen.
  • traut jungen Menschen Verantwortung und Mitbestimmung zu.
  • spaltet die Gemeinschaft der Funkamateure nicht in zwei Lager.
  • öffnet sich wieder für Neues und geht neue Wege!

vy 73 de Jürgen
DL6WAB

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