Projekt COM-Case (Funkkoffer)

Wer hätte ihn nicht gern, den voll ausgestatteten Funkkoffer? Ich schreibe extra nicht "Notfunkkoffer", weil ich insbesondere damit Satellitenkommunikation im Mobilbetrieb machen möchte. So besorgte ich mir einen guten Aluminiumkoffer von consel (da war früher mal ein kompletter PC Arbeitsplatz mit Drucker drin) und beginne mit den ersten Überlegungen. Was soll alles rein?

  • Stromversorgung 220 V (input)
  • Netzfilter, 22A
  • Solarzelle 18 V, 20 W (außen)
  • Solarladeregler 4A
  • Stromversorgung, 12 V, 14 Ah Bleigelakku
  • nur PowerPole (30 A) Technik
  • Schaltnetzteil 220 V, 12 A
  • VHF/UHF Funkgerät (YAESU FT7900E), Mikrofon
  • Notebook mit Ladegerät, Windows 7
  • USB Interface für digitale Betriebsarten
  • Antennen-, Netzwerk-, USB Kabel
  • Adapter (PL, N, BNC)
  • SWR Meter
  • Magnetfußantenne (2m und 70 cm)
  • GSM via Notebook (Internet), LAN, W-LAN

Nicht alle Komponenten sollen fest im Koffer verbaut werden, alles hat seinen sicheren Platz, kann aber bei Bedarf sowohl im als auch außerhalb des Koffers genutzt werden. Es muss halt alles vorhanden sein um autark auf VHF und UHF Mobilfunkbetrieb machen zu können.


28.07.2018

Na, das funktioniert doch prima. Solarstrom lädt das Notebook!

Lenovo Ladegerät


27.07.2018

Ein Satz mit X, dass war wohl nix! Das 12 auf 19 Volt Modul, zum Laden der Notebook Akkus, ist leider nicht zu gebrauchen, warum? IBM (LENOVO) verwendet an der 19 Volt Schnittstelle zum Laden der Akkus eine Steckertechnik mit 3 Anschlüssen! Ich habe mich schon immer gefragt, wozu der dünne PIN in der Mitte ist, für den Ladestrom reicht der ja vermutlich nicht aus. Der Stecker (und auch die Buchse) haben tatsächlich drei Anschlüsse.

Erster Kontakt ist außen, zweiter Kontakt ist die Innenfläche im Stecker und dritter Kontakt ist der Mittelpin.

Lenovo Stecker

Die Kontakte sind wie folgt belegt.

Innenrohr = + 19 Volt
Außenrohr = Masse
Mittelpin = Kommunikation

Da Lenovo sich über die Funktion des Mittelpin ausschweigt, wird es mit dem 19 V Modul leider nix. Hat ja nun auch nicht die Welt gekostet, eine andere Lösung muss her, die ich in einem Original-KFZ Netzteil von Lenovo fand. Das Ding bekommt jetzt noch PowerPoles als 12 V Anschluss und fertig ist die Laube.

12 V Lenovo Netzteil


17.07.2018

Das Modul ist angekommen. Gleich mal testen.

12 auf 19 Volt Modul

Na bitte, aus 13,21 Volt werden 19,19 Volt. So soll es sein. Da bin ich ja mal gespannt wie sich das Modul im Einsatz schlägt. Angeblich macht es 8 Ampere die ich aber nicht benötige. Insgesamt macht das Modul einen wirklich ordentlichen Eindruck. Sauber gearbeitetes Druckguss Gehäuse, solide vergossen und beschriftete Anschlüsse. Eine kleine Anleitung war auch dabei. Für den Preis, geschenkt. Hoffentlich hält es was der Hersteller verspricht. Demnächst mehr.

12 auf 19 Volt Modul


01.07.2018

Will mal langsam weitermachen am Kommunikationskoffer sonst wird es nichts mehr. Den Spannungswandler von 12 V auf 19 V in China bestellt. Scheint es hier in D nicht in dieser Form zu geben. Er soll zum Aufladen der Notebook Akkus dienen.

https://www.amazon.de/sourcingmap%C2%AE-9V-18V-Netzteil-Spannungswandler-Transformator/dp/B01H97EVSI/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1531156061&sr=8-3&keywords=12v+19v


24.04.2018

Trotz aller Bedenken funktioniert die Minisolarzelle mit dem kleinen Laderegler ganz gut und schafft einen Ladestrom von fast 1 A bei mäßiger Sonneneinstrahlung. Die Zelle besteht aus einem sehr festen Kunststoff und ist bei ca. 2 mm Dicke tatsächlich noch etwas flexibel. Vielleicht besorge ich mir noch eine Zweite und schalte sie parallel.

https://www.amazon.de/SUAOKI-Ladeger%C3%A4t-Solarzelle-Solarladeger%C3%A4t-Automobil/dp/B0722XB3VQ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1531156560&sr=8-1&keywords=suaoki+18+watt

Die Solarzelle

Technische Daten

Anschlusskästchen mit Diode

Der Versuchsaufbau

Bei 13,35 V schaltet der Laderegler ab und meldet "Batterie voll".

Laderegler in Aktion.


23.04.2018

Gar nicht mehr dran gedacht, der FT7900 hat ja ein absetzbares Bedienteil! Das macht die Unterbringung im Koffer natürlich wesentlich einfacher.

Wechselrichter fliegt wieder raus und wird durch ein 12/19 V Modul, zum Laden des Notebooks mit 12 V, ersetzt (Danke an DB2HTA für den Tipp).


22.04.2018

Die ersten Bilder

Anschlussbereich innen im Koffer. Alle Anschlüsse ( 3 x 220 V, USB, LAN) sind nach außen geführt und leicht zugänglich. Überlege noch, wie ich das am besten nutze.

Die Anschlüsse von außen, von links, USB, LAN (RJ45), 220 V Buchse, 220 V Stecker (Einspeisung), 220 V Buchse

Geöffneter Koffer mit heruntergelassener Aluplatte für das Notebook. Das Notebook wird im geschlossenen Zustand des Koffers sicher durch den Schaumstoff im Deckel fixiert.

Hier liegt das Funkgerät noch einfach so in einer Vertiefung, es passt da sehr gut rein, kann so im Koffer aber leider nicht betrieben werden.

Aufgeklappter Koffer mit dem 14 Ah Bleigelakku.

Geöffneter Koffer mit allen zu verbauenden Komponenten. Der Wechselrichter fällt dem Platz zum Opfer.

Die zu verbauende Solarzelle, 18 V, 18 Watt, max. Ladestrom 1 A, semiflexibel

H-Tronic Laderegler, max. 4A