FSQ (Fast Simple QSO)

FSQ steht für "Fast Simple QSO" und wurde von Murray Greenman, ZL1BPU, und Con Wassilieff, ZL2AFP, entwickelt. (http://www.qsl.net/zl1bpu/MFSK/FSQweb.htm). FSQ soll sich besonders für die unteren Bänder eignen, speziell für NVIS-Verbindungen, also über reflektierte Steilstrahlung, wie auch für Short-Skip-Verbindungen.

FSQ ist im Wesentlichen eine beschleunigte Version des Weak-Signal-Modus WSQ2, der im Jahr 2013 eingeführt wurde. Genutzt werden 33 Töne in einem Abstand von 9 Hz (1,5 x die Baudrate mit der höchsten Geschwindigkeit), was zu einer Signalbandbreite von 300 Hz führt (Bandbreite gemäß ITU-R SM.1138). Die ITU Kennzeichnung ist 300HF1B. Die Modulation erzeugt bei konstanter Amplitude ein phasen-kohärentes MFSK-Signal mit IFK + Codierung (32 Frequenzunterschiede, entsprechend 32 eindeutigen Codes). Jedes Symbol trägt genügend Informationen für alle Kleinbuchstaben in nur einem Symbol, was der Geschwindigkeit zugute kommt.

Es gibt kein Idle-Signal, die Übertragung beginnt ohne Vorlauf und stoppt, wenn der Puffer leer ist. Es gibt vier alternative Geschwindigkeiten (6, 4,5, 3 und 2 Baud), obwohl der Tonabstand gleich bleibt. Ungewöhnlich: Für jede Geschwindigkeit/Baudrate brauchen die Empfänger-Einstellungen nicht verändert werden. Die Empfindlichkeit liegt bei etwa –13 dB SNR (6 Baud) und –16 dB SNR (3 Baud). Das ist ungefähr 10 dB besser und ein Vielfaches schneller als 12 WPM-Morsecode.

FSQ ist außerdem geeignet, um eine Art Kanal-Chat unter Freunden auf der Kurzwelle oder im VHF-Bereich (dann FM) zu betreiben. Das dazugehörige Protokoll heißt FSQCALL. FSQCALL ermöglicht Chatting zu einer einzelnen Station, zu mehreren oder allen Stationen; nur bei den adressierten Stationen erscheint der Text auf dem Bildschirm. Vorteil: kein Zeichen-Müll auf dem Monitor. So lassen sich einfach Nachrichten hinterlassen. Das System erlaubt ferner, Sätze zu speichern, die aus der Ferne von einer anderen Station abgerufen werden können. Man kann auch die Empfangsqualität abfragen, den Status oder Standort der Gegenstelle, die Sendegeschwindigkeit ändern und sogar Nachrichten an einen anderen Teilnehmer weiterleiten. Alle Befehle sind unter http://www.qsl.net/zl1bpu/MFSK/CALLweb.htm beschrieben. FSQCALL führt ferner eine Liste der gehörten Sender und meldet den Empfang einer Datei. Das kennt man etwa von ALE (MIL-STD 188-141A). Im Gegensatz dazu ist FSQCALL nur ein einkanaliges System und tastet nicht mehrere Bänder ab. Dennoch lässt sich der Empfängerbetrieb vollständig automatisieren.

Quelle: www.darc.de

Was brauchen wir dazu:

Ich benutze dazu einen ICOM IC 718 mit einer Fritzel GPA 50 Vertikalantenne und als Empfangssoftware FSQ V 0.23.

Links

Frequenzen für FSQ

Derzeit treffen sich Interessierte auf den folgenden Frequenzen ("dial frequency", Frequenzanzeige am TRX):

  • 3588, 7044 und 10144 kHz (USB)

Für Experimente auf den höheren KW-Bändern in dieser neuen digitalen Betriebsart werden bislang vorgeschlagen:

  • 14074, 18104, 21074, 24924 und 28124 kHz (USB)

Video

Screen

FSQCALL = ON

FSQCALL = OFF

Quelle: http://www.qsl.net/zl1bpu