Wie werde ich Funkamateur?

um Funkamateur zu werden muss man etwas dafür tun. Was kommt auf den angehenden Funkamateur an Aufwand zu? Hier an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung über Ausbildung, Kosten und Nutzen.

Was habe ich davon?

Amateurfunk ist ein sehr technisches Hobby. Primär geht es natürlich um Hochfrequenz-Technik aber auch um Kommunikation. Die Motivation, etwas Neues zu lernen, sollte natürlich vorhanden sein. Die Ausbildung vermittelt Kenntnisse in den Bereichen Technik, Vorschriften und Betriebstechnik. Funkamateure verfügen nach der Ausbildung über ein ausgeprägtes technisches Wissen. Nach bestandener Prüfung stehen dem Funkamateur verschiedene Frequenzbereiche zur Verfügung, die er im Rahmen seiner Lizenzklasse für Experimente und zur Kommunikation mit anderen Funkamateuren nutzen darf.

Wie geht man am besten vor?

Aus eigener Erfahrung würde ich dazu raten, zuerst die Klasse E zu machen. Darin enthalten sind Betriebstechnik, Vorschriften und ein kleiner Teil Technik. Danach empfehle ich ca. 1 Jahr Praxis als Klasse E Funkamateur um die erworbenen Kenntnisse in der Praxis auszuprobieren und zu festigen. Dann die Erweiterungsprüfung nach Klasse A (nur noch Technik). Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass man mit der Klasse E so gut wie alles ausprobieren und Erfahrungen sammeln kann. Später kann man entscheiden, ob man die zusätzlichen Möglichkeiten der Klasse A (erweiterte Frequenzbereiche, höhere Leistung) nutzen möchte oder nicht.



In der Grafik ist der Umfang der Fragen der BNetzA (Fragenkataloge) aufgezeigt wobei es die Klasse 3 nicht mehr und die Klasse K noch nicht gibt.

Frequenzbereiche und erlaubte Leistung

Die für die Klasse A und die Klasse E freigegebenen Frequenzbereiche und die erlaubte Leistung (PEP) stellen sich wie folgt dar.

Was kostet mich der Spaß?

Um Funkamateur zu werden muss man sich darüber im Klaren sein, es kostet Geld!
 

Wofür? Kosten Anmerkung
Ausbildung 0 - ca. 100.- € Es geht auch mit 0.- € Kosten. Lernunterlagen, Fernlehrgänge und kostenlose Lernprogramme gibt es jede Menge. In der Gruppe ist die Ausbildung aber effektiver und angenehmer. Der Fernlehrgang des DARC e.V. setzt eine Mitgliedschaft voraus.
Gebühr 80.- € BNetzA Gebühren für die Klasse E Prüfung. Fällig zur Prüfung
Gebühr 70.- € BNetzA Gebühren für die Zulassung und das weltweit einmalige Rufzeichen. Fällig nach bestandener Prüfung
Mitgliedschaft 96.- € Mitgliedschaft im DARC e.V. Ist nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll! Viele Leistungen.
Funkgerät 250.- bis ? Gebrauchte Funkgeräte gibt es schon für kleines Geld. Für den Anfang reicht das erst mal aus. Später kann man sich immer noch etwas "Besseres" kaufen.
Antenne 50.- bis ? Auch hier gilt, gebrauchte Antennen gibt es schon für wenige €. Es muss nicht gleich das "Beste" sein.
Zubehör 50.- bis ? Netzteil, SWR Messbrücke, Interface usw. schlagen auch noch mal zu buche. Aber auch hier kann man erst mal mit gebrauchten Geräten anfangen.
jährl. Beiträge 20.- bis 50.- € Frequenznutzungs- und EMV Beiträge, die die BNetzA erhebt. Die Beiträge sind jährlich unterschiedlich.
     

Wie lange dauert die Ausbildung?

Das kommt auf jeden selbst an. Eine elektrotechnische Vorbildung (z.B. Berufsausbildung) und Kenntnisse der englischen Sprache sind von Vorteil aber kein Muss. In der Regel kann man von ca. 6 Monaten ausgehen. Crashkurse sind nicht zu empfehlen. Der dort vermittelte Stoff reicht nicht aus um die Prüfung zu bestehen auch wenn das oft anders dargestellt wird.

Hilfen, Unterlagen und Software für die Ausbildung

Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung

Vorbereitung mit dem Ham Radio Trainer

Ablauf der Prüfung

Nach der Prüfung

Links zu Themen (auch zum Download und ausdrucken!)

Weitere Informationsangebote

Sehr gute Unterlagen von DL9HCG (Günter Lindemann, sk)

Der Autor bietet zu jeder Frage der Prüfungsvorbereitung den kompletten Lösungsweg auf einer ganzen Bildschirmseite an.

Wichtige Links

Benötigtes Material